Kondolenzbuch | Book of condolences

PETER F. SCHMID
1950 – 2020

In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass Peter F. Schmid am 15. September 2020 an den Folgen eines schweren Autounfalles verstorben ist.

Hier ist Platz für Gedanken, Erinnerungen und Worte.


It is with deep sadness that we announce the death of Peter F. Schmid, who died on September 15th 2020, as the result of injuries sustained in a car accident.

Here is room for condolences, memories and thoughts.

132 Gedanken zu “Kondolenzbuch | Book of condolences

  1. Friedrich Steiner

    Lieber Peter! Mit großer Betroffenheit habe ich soeben die Nachricht von deinem Unfalltod erhalten. Ich verdanke dir so viel und konnte in meiner Ausbildung eine Idee vom klientenzentrierten Ansatz abbekommen. Die Selbsterfahrungsgruppen unter deiner Leitung waren herausfordernd, deine Zurücknahme beispielgebend, das was du hinterlässt, ist riesig und dauerhaft. Danke!

  2. Gerhard und Marion Schäfer, Bensberg

    Die Nachricht vom plötzlichen Tod von Peter F. Schmid hat bei uns Bestürzung und unmittelbar folgend Erinnerungen an einen hoch kompetenten und gleichzeitig sehr empathischen und liebenswürdigen Menschen ausgelöst.
    Die Begegnungen mit Ihm auf dem Kongress der ÖGWG in Salzburg und noch intensiver während der Fortbildung, die er danach für die GwG in Köln durchgeführt hat, haben prägende Erinnerungen bei uns hinterlassen. Das tragische Ereignis macht sie jetzt um so wertvoller für uns.
    Schön, dass wir Sie persönlich kennenlernen und erleben durften. Schade, dass Sie nicht mehr unter uns sind! Danke für alles, was Sie uns hinterlassen haben. Es wird unser Leben weiterhin bereichern!

  3. Paul Sebesta-Deninger

    Paul

    Lieber Peter,

    Es tut weh in meinem Herzen, akzeptieren zu müssen, dich nicht mehr im Diesseits erleben zu dürfen.

    Der Schmerz darüber wird vergehen, sagt die Zeit.

    ABER:
    Die Erinnerung an dich, wird immer wieder kommen !!!

    Dafür bin ich dankbar und es tröstet mich.

    Danke !!

  4. robert elkner

    als ich vom ruhigen tirol ins studentenheim pfeilgasse kam, wurde alles anders für mich. du hattest eine wöchentliche gesprächsgruppe ins leben gerufen und zum ersten mal erlebte ich wertschätzende diskussionen mit freien ausdrucksmöglichkeiten. das hatte ich bisher noch nicht kennengelernt. eine heimzeitschrift wurde gegründet und schon eine der ersten nummern sollte sexualität zum thema haben – das wünschten wir uns. ich weiß noch, wie du geschluckt hast, da du viele schwierigkeiten kommen sahst, aber du hast es nicht verhindert. deine bedingung war nur, dass wir es gut und professionell angehen würden, etwa mit interviews von wichtigen fachleuten.
    so habe ich dich kennengelernt – immer dazu ermunternd, sich auszudrücken, zu partizipieren, und immer tabus hinterfragend. du warst damals pastoralassistent im heim, und es wurde gesagt, dass die stelle eingerichtet wurde, da es zuvor mehrere selbstmorde von studenten im haus gegeben hätte.

    bald wussten wir, dass du gleichzeitig auch psychotherapeut warst, und auf vielfachen wunsch hast du eine art probestunde für personzentrierte therapie gehalten. da wurde dann bemängelt, dass du dem probanden viel zu wenig gesagt hättest, was denn nun seine probleme wären, sondern über große strecken nur zugehört hättest, während andere den verdacht äußerten, es sei manipulativ gewesen. du hast aber jeden deiner sätze erklärt und verteidigt, so wie es mir immer gefallen hat: zäh, bestimmt, aber auch besonnen und klug.

    dann hörte ich dich über fortschrittliche theologie sprechen. auch mit innerem feuer und einem wunderbar befreiten menschenbild, das du aus dem neuen testament herausgelesen hast. als wir dich einmal fragten, ob sich psychologie, speziell sigmund freud (denn du hast auch freud, der manchen als überholt galt, in seinen grundaussagen verteidigt und erklärt) und theologie nicht widersprächen, hast du gemeint, dass es zwar zwei ganz verschiedene versuche seien, die welt zu verstehen, dass es sich aber lohne, beide weiter zu verfolgen.

    wir sind dann auch gemeinsam gewandert, es gab „tage unterwegs“ mit eigenen themen, zb. ging es einmal zu fuß vom pfeilheim in wien bis zum ehemaligen konzentrationslager mauthausen, mit zwei übernachtungen und etlichen diskussionen über faschismus versus herrschaftsfreiheit. zu viert und mit schi sind wir einmal auf den gran paradiso (4061 m) in italien gestiegen – der höchste punkt auf diesem planeten, den ich aus eigener kraft (und deinem anpackenden sinn für unternehmungen) erreicht habe. ja, du wolltest die schönheiten der welt erleben!
    aber du wolltest die welt auch mitgestalten.

    und plötzlich gab es theater, adaptierte stücke mit immer mehr eigenen texten, und ich war fasziniert, wie es dir gelungen ist, alles zu organisieren und voranzutreiben. und eigentlich ging es immer darum, das leben zu leben und das leben zuzulassen. es war magisch, wie es gelang, träume wirklichkeit werden zu lassen, durch deine kraft und die gleichzeitigen kräfte von vielen anderen.

    zu einer späteren zeit habe ich dich noch etwas näher kennengelernt, und ich habe freude an abenteuern gepaart mit umsicht gesehen, mut und wagnis, aber auch verletzlichkeit und zartheit. außerdem halte ich dich für einen großen sprachkünstler und poeten. am faust mit seinen vielen szenischen momenten fand ich besonders die textur der sprache sehr stark und das hab ich dir auch gesagt. ich erinnere mich auch an einen band sehr berührender liebesgedichte, aus dem du im studentenheim mal vorgelesen hast.

    ach peter, ich sehe beides – ich sehe, dass dein leben „ganz“ ist, dass nichts fehlt, weil es immer schon ganz war und voller einsatz und gestaltungswillen. aber ich sehe auch, wie du mir abgehst, wie du der ganzen welt nun fehlst, und wie dich deine liebsten vermissen müssen. ich bin ein narr, dass ich in den letzten jahren nicht irgendwann einmal um ein treffen angefragt habe, und dich daher nun längere zeit nicht mehr gesehen habe. mit tränen habe ich deinen letzten artikel gelesen über die angst, der wir uns stellen müssen und die wir nicht verleugnen dürfen. danke, dass ihr meinen gedanken gefolgt seid, schreibst du am ende des artikels. ich sage danke, dass ich dir im leben ein bisschen nahe sein konnte. ich umarme dich dafür. i love you.

  5. Peter F. Schmid
    Wegbegleiter, Freund, Seelenverwandter, Dialogpartner, geschätzter Ausbilderkollege. Ich vermisse Dich.
    Dr.phil. Dipl.-Psych. Beate Hofmeister
    Institut für Personzentrierte Psychologie Heidelberg, Deutschland

  6. Bettina

    Lieber Peter!

    Erst jetzt schaffe ich es Abschied zu nehmen und Dir zu schreiben;
    erst jetzt traue ich mich zu fühlen, dass es ein Abschied ist.

    Niemals habe ich gedacht, dass Du uns jetzt schon verlassen wirst;
    niemals daran ohne Dich weiter zu lernen.

    Es tut so unendlich weh – das macht es auch so unverständlich für mich; war es doch ein Ausbildungskontext durch den ich Dich kennenlernen durfte. Ich bin so wütend, dass Du weg bist und ich empfinde es als ungeheuer egoistisch zu denken, dass ich noch so viel von Dir lernen wollte.

    Du bist mir immer als Person begegnet. Du warst so stark, so mutig, so kämpferisch – und gleichzeitig so sensibel und so empathisch; Du hast den Mensch, der Du warst, nicht versteckt und bist dafür eingestanden, was Dir wichtig war. Daran werde ich immer denken.

    Dir begegnen zu dürfen, hat mir sehr viel bedeutet; mit Dir zu arbeiten, von Dir zu lernen – ich war, ich bin so beeindruckt von Deinem unermesslichen Erfahrungsschatz und Deinem außergewöhnlichen Wissen und kann nicht genug davon bekommen; nicht genug Zeit, die geblieben ist, um Dich zu erleben.

    So viele Begegnungen, so viele tiefe Berührungen – ich kann sie nicht alle nennen, aber ich werde sie nie vergessen. Durch Dich habe ich meinen Weg gefunden; durch Dich konnte ich erst erkennen, wohin ich gehen möchte; durch Dich habe ich den personzentrierten Ansatz leben und lieben gelernt. So wie Du, will ich als Person durchs Leben gehen – ehrlich und authentisch; so werde ich Dich in Erinnerung behalten.

    Du hast vorgelebt, wie man Person sein kann. Das alles bleibt und damit bleibst auch Du.

    Danke, dass Du da warst und ich so viel von Dir lernen durfte – als Mensch und als angehende Psychotherapeutin. Du wirkst in jeder meiner Beziehungen weiter.
    Danke, dass Du mein Leben bereichert hast!

    Ich hoffe, es geht Dir gut!

  7. Birgit Reiter-Weil

    Viel zu früh!

    Auch für mich…

    Es gibt noch so Vieles, das ich dich gerne gefragt hätte.
    Seminare von dir, die ich gerne noch besucht hätte.
    Vorträge, Erklärungen, Antworten und Diskussion, denen ich gerne noch zugehört hätte.

    Dass du plötzlich nicht mehr da sein wirst, das kam mir nicht in den Sinn…
    Immer noch ist es schwer begreifbar.

    Aus ganzem Herzen:
    Danke, dass du den PZA nach Österreich gebracht hast!
    Danke für deinen Beitrag zum PZA!
    Danke, dass ich dich kennenlernen und von dir lernen durfte!

    In tiefem Mitgefühl für Deine Familie und allen denen Du nahe gestanden bist.

  8. Suzanne Keys

    Peter is an inspiring light in the world and I am shocked and deeply sad to hear he has died. I want to send my love and prayers to his family and all those who loved him, of which I know there were many, that we may be sustained in this time of loss and grief.
    He has meant a great deal to me in my life since I first heard him speak at an international person-centred conference in Chicago. It was so intellectually stimulating and spiritually enlivening. His writing, his thinking, his commitment to social justice, his exploration of often taboo areas in therapy and his encouragement of colleagues, including myself, has been so enriching and life-affirming. I am so grateful for all his energy in the person-centred approach not only in terms of work, writing (often not in his mother tongue) and training which he generously shared with so many but also in having the dogged determination, stamina and attention to detail to be instrumental organisationally in our European and World Associations. These remain lasting legacies of his passion for the importance of the person-centred approach and ethical ways of relating intra- and interpersonally in the world. Such a gift for which I am so grateful. His thinking was so deep, expansive, elegant, practical and life-saving for the many practitioners and clients whose lives he has touched.
    He showed great faith in me, inviting me to speak about spiritual, sexual political, ethical aspects of love in therapy in Vienna in 2009 to celebrate his well deserved APA Carl Rogers Award. I’ll never forget dancing with him and colleagues to ‘now that we got love what are we going to do with it’ after my lecture. He knew what to do with love and gave me the theoretical frameworks and intellectual rigour to pursue some of my ideas and to make sense of my experience. He helped me to grow and develop as a person and a practitioner. The last time I saw him was at the amazing World PCEPC conference in Vienna in 2018 he was so much part of. We had dance alongside presentations and stimulating ideas. We had good food and opportunities for encountering life in many different ways. I know Peter put his heart and soul into making that conference such a huge success for so many of us from around the world to come together. I will miss him and am so grateful for his spirit and being in the world.

  9. Thomas Wybiral

    Lieber Peter!

    Bin tief erschüttert und getroffen, dass Du nicht mehr unter uns bist.

    Ich durfte lange Jahre ein Teil Deiner Freitagsgruppe sein und habe das meist als äußerst wertvoll für mich empfunden.
    Konnte da im Laufe der Zeit sehr viel über menschliche Gefühle, Beziehungen und mich selbst lernen.
    Und Du warst mir da da sehr oft großes Vorbild und Beispiel für kraftvolle und doch sensible männliche Kommunikation, die den Anderen in seiner eigenen Art genau zu verstehen sucht und sein lässt.
    Diese Teilnahme an der Freitagsgruppe war zweifellos äußerst wichtig für mich und mein Leben..

    DANKE Dir herzlich nochmals dafür!

    Mein aufrichtiges Mitgefühl für Deine Gattin und Deine Familie.

  10. Nowak Franz

    Ich DANKE dir Peter für die Umgebung , die du damals (bei mir 1976-1980) gemeinsam mit uns im Pfeilheim geschaffen hat.
    Ich finde , dass Autounfälle in dieser Welt einfach nicht mehr Leben kosten dürfen …

    Ich habe viele für mich wichtige Menschen in Deinem Dunstkreis kennengelernt, vor allem auch Angelika 😊, meine Frau.
    Die vielen Gespräche, der Maulzirkel, das Kaffeehäferl, die Aufführungen, … so viel Gemeinsames, so viel Prägendes. Gestern haben Angelika und ich vom Eichkogel aus die Route auf den Anninger verfolgt, die wir auf unserer großen Wanderung zum Schneeberg genommen haben.

    Traurig und sehr, sehr dankbar
    Franz Nowak

  11. Fritz Schwarz

    Die Nachricht von Peters Tod macht mich sehr traurig!
    Ich hatte zwar seit langer Zeit keinen Kontakt mehr zu ihm, er war aber in meiner frühen Studentenzeit Ende der 1970er Jahre im Studentenheim Pfeilgasse eine sehr prägende Person für mein Leben. Als Seelsorger hat er uns mit seinem kritischem Geist, seinem offenen Herzen und seiner Menschlichkeit inspiriert, uns mit – für damalige Verhältnisse – „skandalösen“ Themen, wie Sexualität oder Anarchie, zu beschäftigen. Unvergessen ist sein Engagement fürs Theater, mit dem er uns junge Menschen beflügelt hat, Grenzen zu überschreiten.
    Ich verdanke ihm viel!
    Schade, dass er nicht mehr unter uns Lebenden ist!

    R.I.P, lieber Peter!

  12. marion2307yahoocom

    In den letzten Jahren bist du ein wichtiger Mensch in meinem Leben gewesen und warst mir Halt in Zeiten großer Veränderungen. Ich habe dich als Lehrenden, Gelehrten und als Lernenden erlebt, der neben seinem unfassbaren Wissen und Gespür auch seine eigene Verletzlichkeit in die Gruppe mit ein brachte. Das hat mir mit der Zeit einen Blick auf die Welt und auf mich eröffnet, den ich immer mit Dir verbinden werde. So oft sind wir beim Abschiednehmen und dem Tod gelandet, Dein Tod ist noch unvorstellbar, deine Person wirkt darüber hinaus.

    Mein großes Mitgefühl gilt Deinen Angehörigen, ich wünsche viel Kraft in dieser schweren Zeit!

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